Veranstaltungen / Weiterbildung

Alles Trauma- oder was?

Online-Seminarreihe für interessierte Laien, Erzieher:innen, Lehrer:innen

Es gibt vielfältige Varianten von Traumata. Allgemein spricht man dann von einem Trauma, wenn eine Person in der Vergangenheit ein oder mehrere Ereignisse erlebt hat, die mit einem enormen Stress und Gefühl von Hilfslosigkeit verbunden waren, und die noch heute im hier und jetzt als belastend erlebt werden.
Was für eine einzelne Person als Trauma erlebt wird, ist sehr individuell. So kann ein und dasselbe Ereignis für eine Person traumatisierend wirken, auf eine andere Person hingegen nicht. Auch das Miterleben eines belastenden Ereignisses oder das Wissen, das einer geliebten Person, etwas Belastendes geschieht, kann auf Menschen traumatisierend wirken.
Eine seelische Verletzung (Trauma) kann bei Betroffenen Spuren hinterlassen, die sich in unterschiedlicher Form im Alltag zeigt und uns manchmal befremdlich erscheint. Wir begegnen diesen Menschen in unserem Alltag, in der Familie, im Kindergarten oder in der Schule.
Mit dieser Online-Seminarreihe wollen wir Orientierung bieten: Was ist ein Trauma? Woran kann ich eine Traumatisierung erkennen? Was tue oder lasse ich im Umgang mit Betroffenen Menschen? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es in akuten Ausnahmesituationen?


Mittwoch, 29.09.2021
17:00 - 19:00 Uhr

Weitere Informationen/Besonderes:
Abend „Alles Trauma oder was?“
Mittwoch, 29.09.2021, 17.00 bis 19.00 Uhr
Wann reden wir überhaupt von einem Psychotrauma? Wie können wir dieses im Alltag erkennen und wie können wir uns das Verhalten von traumatisierten Menschen im Alltag erklären? An diesem Abend soll ein Einblick über die Entstehung, die genaue Definition von Psychotrauma vom Säugling bis zum Erwachsenen, über die gehirnphysiologischen Vorgängen und den daraus resultierenden Symptomen gesprochen werden.

Abend „Umgang mit traumatisierten Menschen – was tun bzw nicht tun?“
Mittwoch, 13. 10.2021, 17.00 bis 19.00 Uhr
(Traumatisierte) Menschen sind hochkreativ im Entwickeln von verschiedensten Überlebensstrategien, um ihren Alltag zu meistern. Häufig wirken diese Überlebensstrategien aber auf ihre Mitmenschen befremdlich und nicht nachvollziehbar. Es kommt zu Irritationen und zwischenmenschlichen Konflikten, die nicht so selten zur Retraumatisierung der Betroffenen führt. Was also tun bzw nicht tun? Dieser Abend soll ein Überblick über mögliche Überlebensstrategien traumatisierter Menschen und deren Umgang damit geben.

Abend „Ausnahmesituationen – was tun?“
Mittwoch, 20.10.2021, 17.00 bis 19.00 Uhr
Manchmal geschehen Dinge im Leben, die man sich weder gewünscht, noch gewollt hat. Sie sind aber geschehen und können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Viele dieser Ereignisse lassen uns wachsen und stärker und führen zu einem intensiveren und bewussteren Leben. Manche dieser Ereignisse lassen uns aber nicht mehr los und verfolgen uns. Es ist, als ob sie erst gestern geschehen sind. Hier sprechen wir von „Traumata“. Wie kann ich als Betroffener damit umgehen bzw. was kann ich als naher Angehöriger/ Freund so jemanden raten. An diesem Abend soll es um eine Art „erste Hilfe“ in Akutsituationen und erste Stabilisierungsmöglichkeiten gehen.

Katrin Boger, Dipl. Päd., Praxis für Psychotraumatologie (Aalen)

Kostenfrei

Anmeldung bis 15.09.2021: Familienbund der Katholiken, familienbund@blh.drs.de, Tel. 0711 9791-4760/-4762
Der Zugangslinkt wir den Teilnehmern am Tag vor der Veranstaltung zugeschickt.

Veranstalter: Familienbund der Katholiken in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

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